Planen und Bauen im Bestand
Vom „jungen Altbau“ und Plattenbau über die Gründerzeit bis zum denkmalgeschützten Objekt: Umbau, Modernisierung, Dachausbau.
Architektin · Bausachverständige · Berlin
Langjährige Erfahrung habe ich insbesondere mit dem Planen und Bauen im Bestand – vom „jungen Altbau“, auch Plattenbauten, über typische Gebäude der Gründerzeit bis zu denkmalgeschützten Objekten.

Büroprofil · seit 1992
Ein Schwerpunkt ist von Anfang an ökologisches und energiesparendes Bauen und Sanieren. Wichtig dabei: Ein Patentrezept gibt es nicht. Die Zusammenarbeit beginnt daher mit einer individuellen Analyse, gefolgt von einer sorgfältigen Planung, um bauphysikalische Fehler zu vermeiden.
Architektur Daniela Himburg besteht, einschließlich des Vorgängerbüros Architektur Himburg und Meyer, seit 1992.
Ein wichtiges Betätigungsfeld ist die Lehrtätigkeit im Bereich Bautechnik an der Staatlichen Technikerschule Berlin.
Leistungen
Vom „jungen Altbau“ und Plattenbau über die Gründerzeit bis zum denkmalgeschützten Objekt: Umbau, Modernisierung, Dachausbau.
Energetische Sanierung und energiesparendes Bauen – in Zusammenarbeit mit Spezialisten für erneuerbare Energien. Erst die Analyse, dann die Planung.
Zum Beispiel das Einfamilienhaus in Birkenwerder: Massivbau mit Flachdach nach KfW-Effizienzhaus-70-Standard, beheizt mit Erdwärmepumpe.
Bestandsgutachten für Kauf oder Verkauf von Immobilien, Sanierungsgutachten mit Kostenermittlung über Instandsetzung und Modernisierung sowie Gutachten in Konfliktfällen.
Gemeinsam mit Architektenkollegen, Fachingenieuren sowie Landschafts- und Innenarchitekten werden auch große Projekte komplett und umfassend betreut.
Entwurf, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung und Abrechnung.
Projekte
Neubau





Ein zweigeschossiges Hauptgebäude mit weißer Putzfassade und ein eingeschossiges Nebengebäude mit Holzlattenfassade werden durch einen Eingangsbereich miteinander verbunden. Durch die Ecklage des Grundstücks im ruhigen Wohngebiet Am Mönchberg ist es schon von weitem sichtbar. Die Architektur im Stil der klassischen Moderne hebt sich von der Umgebungsbebauung durchaus ab. Die zurückhaltende Gestaltung setzt sich auch in der Gartenanlage fort.
Im Inneren ist ein offenes Wohnkonzept umgesetzt. Im Erdgeschoss liegt der Familienbereich: Essbereich und Küche öffnen sich mit großzügigen Glasflächen nach Süden – ein fließender Übergang von innen nach außen. Die beiden Kinderzimmer und ein Bad liegen ebenfalls im Erdgeschoss, im Obergeschoss der Elternbereich mit Wohnzimmer, Schlafzimmer und zweitem Bad. Das Gebäude ist nicht unterkellert; Abstell- und Haustechnikräume befinden sich im Nebengebäude. Beheizt und mit Warmwasser versorgt wird es über eine Erd-Wärmepumpe.
Massivbauweise mit Flachdach nach dem Standard KfW-Effizienzhaus 70. Am „Tag der Architektur“, dem 29. Juni 2014, war das Haus ausgestellt und konnte besichtigt werden.
Bestand · energetische Sanierung





Der klassische Berliner Altbau aus dem frühen 20. Jahrhundert hat eine Besonderheit: Er steht trotz der innerstädtischen Lage völlig frei und ist weithin sichtbar. Das Gebäude mit 12 Wohnungen auf vier Etagen wurde umfassend saniert und energetisch ertüchtigt – mit Wärmedämmung an Fassade und Dach und einer modernen Heizungs- und Warmwasseranlage, unterstützt durch Sonnenkollektoren.
Fast alle Wohnungen wurden nach und nach bedarfsgerecht renoviert. Einige waren während der Bauarbeiten bewohnt und wurden in Absprache mit den Mietern behutsam modernisiert; andere standen leer, wurden umfangreich saniert und zum Teil zusammengelegt. So entstanden Wohnungen zwischen 30 und 110 qm. Das ungewöhnlich angelegte Treppenhaus wurde farblich neu gestaltet.
Finanziert über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“.
Bestand · Dachausbau





Im Dachgeschoss von Vorderhaus und Seitenflügel eines gründerzeitlichen Berliner Altbaus aus dem späten 19. Jahrhundert sind vier Wohneinheiten entstanden: zwei Etagenwohnungen im 5. Obergeschoss des Vorderhauses und zwei Maisonette-Wohnungen im 3./4. Obergeschoss des Seitenflügels. Großzügige Dachgauben sorgen dafür, dass die Räume überwiegend durch senkrecht stehende Fenster belichtet werden. Die Fassaden blieben in ihrer Grundstruktur erhalten; an der Rückfassade kam ein Personenaufzug hinzu.
Die Grundrisse sind vorwiegend offen, mit fließendem Übergang von Wohnen, Essen und Küche und abgetrennten Privatbereichen. Alle Wohnungen haben großzügige Terrassen nach Süden oder Westen und Fußbodenheizung (Fernwärme). Zwei Wohnungen sind familiengerecht gestaltet, zwei für Singles bzw. Paare gedacht.
Finanziert über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“. Darüber hinaus wurden fünf freie Bestandswohnungen im Gebäude modernisiert und umgestaltet.
Bestand · Plattenbau





Die markante Lage im Stadtviertel und an der belebten Straßenkreuzung forderte eine selbstbewusste Lösung. Das Gebäude erhielt deshalb den roten Anstrich, dunkelgraue Fassadenplatten betonen die Ecke und den neu konzipierten Eingangsbereich. Der Plattenbau aus den späten 1980er-Jahren sollte nicht versteckt, aber hochwertig wärmegedämmt werden: Ein Fugenraster auf der Wärmeschutzfassade zitiert Form und Struktur der Plattenfassade, seitlich angeschrägte Fensterleibungen betonen die Horizontale.
Als Verwaltungsgebäude mit Publikumsverkehr brauchte das Haus ein einfaches Orientierungssystem. Jede Etage erhielt ihre eigene Farbe, die als Farbflächen und Streifen jedes Geschoss beim Verlassen von Treppenhaus oder Aufzug sofort erkennbar macht – ein Streifen im 1. OG, zwei Streifen im 2. OG und so fort. Der Eingangsbereich ist als Empfang und Wartebereich gestaltet und nimmt mit seiner roten Möblierung die Fassade wieder auf. Hier beginnt auch der „rote Faden“, der als Streifen durch sämtliche Flure aller Etagen führt.
Kooperation mit dem Architekturbüro PAI Uwe Stolt (verantwortlich). Mitarbeit: Dipl.-Ing. Katharina Flammersfeld; Innenraumgestaltung: Innenarchitektin Dipl.-Ing. Ursula Reinold.
Referenzen
Eine Auswahl der Projekte von 1994 bis 2017 – mit den jeweils übernommenen Leistungen.

Biografie
Dipl.-Ing. Architektin, Bausachverständige